Talente stärker fördern Drucken
Geschrieben von T. Rademacher (Solinger Morgenpost)   
Donnerstag, 05. Mai 2011

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Die Alligators sind bekannt für gute Jugendarbeit. Doch in den vergangenen Jahren hat der Nachschub an großen Talenten ein wenig nachgelassen. Torsten Krapf soll die Tendenz bei den Solinger Baseballern stoppen.

Dustin Hughes, Florian Götze, Kai Gronauer und Robin Drache sind aus der Jugend der Solingen Alligators hervorgegangen. Die Baseballer befinden sich auf Bundesliga-Niveau, klopfen an der Pforte zur deutschen Nationalmannschaft oder spielen - in Gronauers Fall - sogar professionell in den USA. Zuletzt sind jedoch nicht mehr die ganz großen Talente aus der Jugend hervorgegangen. Darauf haben die Alligators reagiert und seit Oktober 2010 Torsten Krapf als Jugendkoordinator installiert - eine Position, die es vorher nicht gegeben hatte. 

„Bei mir laufen die Fäden zusammen und ich weiß genau, wo was passiert“, erläutert Krapf seine Position. Der Bundesliga-Baseballer, der sich als Aktiver weitestgehend zurückgezogen hat, arbeitet intensiv mit den Trainern der Nachwuchsmannschaften zusammen und hat selber die Junioren unter seinen Fittichen. Jede Woche leiten die Coaches ihren Trainingsplan an Krapf weiter. „Das klingt wie Kontrolle, aber eigentlich ist es mehr ein Coachen von Trainern“, sagt der 35-Jährige. „Es geht uns darum, das Training zu verbessern und Fortschritte zu sehen.“ Die Zeiten, in denen zum Beispiel ein amerikanischer Bundesliga-Trainer nebenbei die Junioren übernimmt, sind vorbei. „Es herrscht mehr Zufriedenheit. Das Training fällt eigentlich gar nicht mehr aus, und auch Eltern sind glücklich, weil sie sehen, dass zielstrebig gearbeitet wird.“

Gefällt Krapf ein Trainingsplan nicht, schaut er sich die Einheit an. „Wenn ich richtig lag, sprechen wir darüber, um die Übungen weiter zu verbessern.“ Mit der Entwicklung seit Oktober ist der Physiotherapeut zufrieden. „Klar lief es am Anfang etwas rumpelig, aber mittlerweile sind die Abläufe reibungslos.“ Noch sind die Alligators freilich nicht da, wo sie mit ihren Jugendmannschaften hin möchten. „Wir wollen uns mit Bonn und Paderborn messen.“ Die Partien gegen die stärksten Nachwuchsvereine NRWs gingen bislang fast alle verloren, aber kurzfristig sei es wichtig, die Jugendspieler auf ein höheres Leistungsniveau zu bringen. „Dafür braucht die Mannschaft Spielpraxis. Im Moment zahlt das junge Team noch etwas Lehrgeld.“ Krapf geht davon aus, dass die Spieler noch einen großen Leistungsschub machen werden.

Sein Juniorenteam hat ebenfalls gegen Bonn und Paderborn verloren, um dann gegen Dortmund zu gewinnen. „Wir müssen berücksichtigen, dass meine besten drei Werfer verletzt sind.“ Sobald Marvin Bolz, Valentin Römer und Alexander Keusen wieder fit sind, sollten die Partien wieder enger werden. „Ich bin mir sicher, dass schon in zwei Wochen im Rückspiel in Bonn eine ganz andere Mannschaft auf dem Feld stehen wird.“ Keine Sorgen macht sich Krapf um die Jüngsten im Verein - die Lifepitcher haben eine Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft anvisiert.

 
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Sonntag, 3. Juni 2012 - 13.00 Uhr

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Bundesliga/Nord 2012

 

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