Maximum an Widerstand Drucken
Geschrieben von M. Auer (Solinger Tageblatt)   
Donnerstag, 01. September 2011

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Beeindruckt geht das Team am Samstag in die zweite Hälfte des Halbfinales gegen Regensburg.

Normalerweise lässt man Dominik Wulf nach einer Alligators-Niederlage besser erstmal eine halbe Stunde in Ruhe. Letzten Sonntag zeigte sich der 29-jährige Teamleader der Alligators, der deutlich über 100 Länderspiele auf dem Buckel hat, aber schon wenige Minuten nach dem 2:5 gegen die Regensburg Legionäre locker und aufgeräumt. „So ein Pitching haben wir hier noch nicht gesehen, da machst Du eben nichts“, zeigte sich Wulf von den Würfen Justin Kuehns beeindruckt.

Vom ersten bis zum neunten Inning hatte der Amerikaner wie eine Maschine 150-Kilometer-Bälle auf die Solinger Schlagleute abgefeuert. Mit einem 0:2-Rückstand reisen die Solinger nun zu den Halbfinal-Rückspielen am Samstag ab 13 Uhr in der Regensburger Armin-Wolf-Arena. Bereits das nächste Spiel kann somit das Aus im Kampf um die Deutsche Meisterschaft bringen.

Vom Drehen des Duells gegen den amtierenden Deutschen Meister spricht im Moment niemand bei den Solingern, auch wenn die Stimmung im Team keineswegs depressiv ist. „Wir schauen erstmal auf Spiel drei, denn wenn wir das verlieren, sind wir aus der Meisterschaft ausgeschieden“, sagt Trainer David Tuizer, der durchaus das Potenzial in seiner Mannschaft sieht, es den Regensburgern etwas schwerer zu machen als am vergangenen Wochenende. Zum Beispiel in der eigenen Defensive. „Da haben wir Fehler gemacht und den Gegner teilweise zu leicht auf die Bases gelassen“, erklärt der Trainer. Den Schlüssel zu einem möglichen Sieg sieht aber auch er in erster Linie in einer besseren Schlagleistung gegen die Regensburger Pitcher Mike Bolsenbroek und Justin Kuehn. „Wenn wir immer drei schnelle Aus kriegen, haben sie natürlich keinen Stress“, fordert Tuizer mehr Druck von der eigenen Offensive. „Den Weg dazu müssen wir am Samstag finden.“

Das Alligators-Team macht sich am Freitag – je nach Feierabend – in drei Gruppen auf die 530 Kilometer lange Reise auf der Autobahn 3 und könnte bereits am Samstagabend wieder zu Hause sein. Bei den Regensburg Legionären will man die Angelegenheit Halbfinale in Spiel drei beenden. Nur Trainer Martin Helmig, in den 90ern mit Alligators-Chef Lutz Träbert Deutscher Meister mit Trier, warnt: „Die Spiele in Solingen waren enger, als es das Ergebnis aussagt.“

 

 

 
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