| Luft nach oben |
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| Geschrieben von T. Rademacher (Solinger Morgenpost) | |
| Montag, 23. August 2010 | |
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Die Alligators sind erfolgreich bei den Haar Disciples in die Playoffs um die Deutsche Meisterschaft gestartet. Nach den 9:4- und 2:0-Erfolgen benötigen die Solinger Baseballer damit am kommenden Wochenende nur noch einen Sieg aus potenziell drei Partien, um ins Halbfinale einzuziehen. Die Haar Disciples genießen ein hohes Ansehen bei den Solingen Alligators. „Sie sind eine junge Mannschaft, mit der in den kommenden Jahren zu rechnen ist“, ist sich Alligators-Trainer Andy Fleischacker sicher. In dieser Baseball-Saison jedoch muss sich die Mannschaft aus der Nähe Münchens wohl noch mit dem ersten Playoff-Einzug der Vereinsgeschichte zufriedengeben. Die Solinger schlugen die Disciples in den ersten beiden Viertelfinalspielen souverän, obwohl sie dabei selbst nicht ihre beste Leistung abgerufen haben. Offensiv lief im ersten Spiel alles nach Plan. Bereits im ersten Durchgang gingen die Alligators nach Treffern von Dominik Wulf, Paul Rutgers und Nils Hartkopf 2:0 in Führung. Werfer André Hughes geriet jedoch auf dem Mound in Probleme gegen die Haarer Schlagleute. Nach einem schadlosen ersten Durchgang kassierte der Pitcher im zweiten Abschnitt fünf Treffer, die den Ausgleich bedeuteten. Hughes hatte Probleme, den Ball genau da hinzuwerfen, wo er ihn platzieren wollte. Das hatten die Haarer umgehend bestraft. Doch Andy Fleischacker zeigte Vertrauen in André Hughes, der es ihm in der Folge dankte. Der Pitcher biss sich ins Spiel hinein, kassierte zwar noch zwei Punkte und vier weitere Treffer, doch so sehr in Bedrängnis wie im zweiten Inning geriet André Hughes nicht mehr. Vor allem aber fing die starke Alligators-Offensive den Werfer auf. Evan Porter, Moritz Buttgereit, Paul Rutgers, Dustin Hughes und Julian Steinberg trafen den Ball hart, um eine frühe 6:2-Führung herauszuarbeiten. Die Partie war damit fast entschieden. Die beiden Homeruns von Rutgers und Porter verschönerten das Endergebnis noch weiter. Bislang können sich die Alligators über die Leistungen ihrer Importspieler nicht beschweren. Paul Rutgers war auch im zweiten Duell der entscheidende Mann auf dem Feld. Gegen den starken US-Pitcher Calvin Brutus gelang dem Australier der einzige und entscheidende Treffer. Auf Rutgers’ Schlag punkteten Florian Götze und Evan Porter zur 2:0-Führung im sechsten Abschnitt. Die beiden Zähler reichten den Gästen zum Sieg. Josh Rickards nämlich warf noch überzeugender als sein Landsmann in Disciples-Diensten. Der Alligators-Pitcher stand während der gesamten Partie auf dem Mound und kassierte dabei nur vier Treffer bei zwölf Strike-outs - eine herausragende Playoff-Leistung. Trotzdem dürfen sich die Alligators nicht darauf verlassen, dass Josh Rickards eine solche Vorstellung jede Woche zeigen kann. War im ersten Spiel auf dem Wurfhügel eine Steigerung möglich gewesen, hatten die Solinger im zweiten Duell vor allem im Angriff Luft nach oben. „Wir hätten definitiv mehr Punkte erzielen müssen“, meint Andy Fleischacker. Aber am Schlag habe sein Team im zweiten Spiel irgendwie ein bisschen müde gewirkt. Rickards’ umstrittene Würfe an die erste Base Die Haar Disciples werden die zweite Partie gegen die Solingen Alligators so schnell nicht vergessen. Drei Mal gelang es Josh Rickards, einen gegnerischen Läufer auf der ersten Base mit einem so genannten Pick-off auszuwerfen. Der überraschende Wurf des Pitchers in Richtung der ersten Platte gehört zum Standard-Repertoire eines jeden Werfers. Jedoch sind die Versuche, den Läufer auszuschalten, nur selten von Erfolg gekrönt. Die Würfe verfolgen viel mehr das Ziel, den Gegner etwas näher an der Base zu halten, um das Stehlen der zweiten Platte deutlich zu erschweren. Gegen Haar jedoch war der US-Amerikaner in Diensten der Alligators gleich drei Mal mit einem solchen Versuch erfolgreich. Ty Eriksen war der Erste, den Rickards mit dem Wurf zu Dustin Hughes an der First Base erwischte. Schon auf diese Entscheidung reagierte Disciples-Coach Cae Santos wenig entspannt. Der Spaß war vorbei, als Rickards auch noch Lukas Steinlein überraschte. „Der gegnerische Coach meinte, Josh habe sich nicht richtig verhalten“, erläutert Andy Fleischacker. So ist die Bewegung des Pitchers genau vorgegeben. Rickards dürfte nicht einen Schritt Richtung Home-Plate machen, diesen abbrechen, um dann noch an eine andere Base zu werfen. Eine solche Fehlbewegung - ein so genannter Balk - würde mit einem Freilauf auf die zweite Base bestraft. Angesichts der Tatsache, dass Rickards im neunten Durchgang Eriksen ein weiteres Mal erwischte, können sich die Alligators glücklich schätzen. Sogar in der amerikanischen Profiliga werden fehlerhafte Bewegungen der Pitcher immer wieder unterschiedlich interpretiert. Der Unparteiische blieb konsequent bei seiner Linie und traf keine Konzessionsentscheidung. (Anm. d. Red.: Der Trainer der Haar Disciples ist nicht Cae Santos, sondern Christian Dresel.)
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1. Bundesliga Nord - 10. Spieltag
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Sonntag, 3. Juni 2012 - 13.00 Uhr Baseballpark Weyersberg, Kotter Str., Solingen |
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Bundesliga/Nord 2012
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PAD | 13 | 03 | .813 |
| 2. | ![]() |
SOL | 14 | 04 | .778 |
| 3. | ![]() |
BON | 12 | 06 | .667 |
| 4. | DOR | 08 | 08 | .500 | |
| 5. | HSV | 07 | 08 | .467 | |
| 6. | DOW | 06 | 12 | .333 | |
| 7. | COL | 05 | 10 | .333 | |
| 8. | BER | 02 | 16 | .111 | |
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