Alligators in der europäischen Spitze Drucken
Geschrieben von M. Auer (Solinger Tageblatt)   
Mittwoch, 21. September 2011

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Zu dieser Kategorie zählten die Barracudas, so wie sie sich jetzt in Solingen präsentierten, jedenfalls nicht. Das Team steht zwar auf dem Sprung ins französische Finale, musste hier aber ohne seinen amerikanischen Werfer antreten. Die Pitcher, die am Weyersberg für Montpellier auf dem Hügel standen, hatten bestenfalls durchschnittliches Bundesliga-Niveau.

Und so sahen die Alligators, die am Samstag mit US-Profi Kai Gronauer als Catcher antraten, auch im ersten Spiel lange wie der sichere Sieger aus. Gleich in seinem ersten Auftritt am Schlag holte Gronauer seinen Teamkollegen Moritz Buttgereit zum 1:0 nach Hause. Und im vierten Inning landete Phil Ortez bei geladenen Bases einen mächtigen Schlag, der Chris Beck und Gronauer zum 4:0 nach Hause laufen ließ. Das postwendende 4:1 durch einen Homerun von Anthony Rose schien zunächst nur ein Schönheitsfehler – so gut hatte Alligators-Pitcher André Hughes die französischen Schlagleute unter Kontrolle.

Das änderte sich allerdings schlagartig, als ab dem sechsten Inning ein Polizei-Hubschrauber auf Verbrecherjagd im Tiefflug über dem Weyersberg kreiste und damit einen Höllenlärm verursachte. Hughes verlor völlig die Konzentration, produzierte Fehlwurf um Fehlwurf. Als er im siebten Inning durch Jens Cornelsen ersetzt wurde, stand es bereits 4:4, und im achten Abschnitt kassierte dieser sogar noch das 4:5. Eine Niederlage wie aus dem Nichts bahnte sich an, und die Alligators hatten nur noch ein letztes Angriffsrecht. Nächster Mann am Schlag war Kai Gronauer, und der zeigte sich als Mann für wichtige Bälle, leitete mit seinem Hit die Wende ein. Nach einem Schlag von Patrick Kanthak lief Dominik Wulf zum 6:5, das Montpellier nicht mehr egalisieren konnte.

Das zweite Spiel am nächsten Tag wurde eine leichte Angelegenheit. Diesmal wieder mit Stamm-Catcher Julian Steinberg und Kai Gronauer als Schlagmann ohne Defensiv-Aufgabe hieß es bereits nach vier Innings 9:2 für die Alligators. Die suchten danach nicht die schnelle Entscheidung über einen Zehn-Punkte-Vorspung, sondern überließen es Pitcher JD Scholten, das Ergebnis nüchtern nach Hause zu bringen.

 

 
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